Fogo
ist eine sehr lebhafte Insel. sie ist fast rund mit ihren
476km² und hat einen 3000 Meter hohen Vulkan, der so steil
in die Höhe steigt, als wolle er den Himmel anfassen. Der
Vulkan ist das Symbol der Insel. Je höher man ins Gelände
steigt, desto häufiger findet man schwarze Steine. Das Klima
ist das ganze Jahr über sehr heiss und macht aus Fogo die
heisseste Insel des Archipels. Der Vulkan spiegelt sich
sogar in der Natur seiner Einwohner wieder, die eine sehr
starke Persönlichkeit entwickelt haben und als sehr stolz
gelten.
Fogo durchqueren, heisst unbedingt das schöne Chã das
Caldeiras besuchen, wo sich im Zentrum der Vulkan
erstreckt, das heisst, eigentlich der Hauptkrater, der
spektakulär ist mit seinen verschiedenen Schichten von
Lavamassen, die letztmals im Jahr 1995 herunter geflossen
sind.
Die Fruchtbarkeit dieser Erde ist fast unheimlich, denn
es reicht eine geringe Wassermenge und ein weitverzweigtes
Bewässerungssystem aus, um die verschiedenartigsten Sorten
von Obst und Gemüse anzubauen. Das Wasser fliesst
erstaunlicherweise aus natürlichen Brunnen, die sich in der
Nähe des Menschen befinden. Kaffee und Trauben sind die
Hauptprodukte der Insel, die schon in der Vergangenheit eine
bemerkenswerte Qualität hatten. Kaffeekenner halten den
Kaffee von Fogo für den Besten, wenn nicht sogar für den
Besten der Welt; allerdings sind die Ausfuhrmengen nicht
gross genug, um auf dem internationalen Markt zu
konkurrieren. Es bleibt aber sein Geschmack, und der ist
aussergewöhnlich gut.
Die Trauben werden fast ausschliesslich für die
Herstellung des berühmten Manecom genutzt, ein sehr
geschätzter Wein, der frei von chemischen Zusatzmitteln ist
und daher ein gesundes Getränk ist. Wer von Fogo wegfährt,
sollte eine Flasche Wein und ein Paket Kaffee nicht
vergessen.
Vom sozialen Gesichtspunkt aus gesehen hat die Einteilung
der Gesellschaft in Klassen hier auf dieser Insel die
deutlichsten Spuren hinterlassen. Diese Strenge Aufteilung,
die man sonst in Cabo Verde nicht findet, hat die Menschen
gezeichnet. Die Architektur der Hauptstadt, der Insel San
Filipe, spricht für sich selbst, wenn man die schönen
Landhäuser, die Sobrados, anschaut, die einst die
Aristokraten und die reichen Gutsbesitzer beherbergte, die
im totalen Kontrast zu den bescheidenen Häusern der
Dienstboten stehen. Noch heute hat die Trennung von Weissen
und Schwarzen nicht die Farbe als Richtlinie, sondern
entscheidend ist die Herkunft und der soziale Aufstieg der
Familie. Mosteiros, das zweite urbane Zentrum der
Insel, das stark bevölkert ist, ist das Reich des Kaffees.
die kulturellen Darstellungen sind grösstenteils mit den
antiken Traditionen dieser Menschen verbunden. An Dieser
Stelle muss man das Fest von Nhô San Filipe nennen, das am
1. Mai gefeiert wird und das viele Leute des ganzen Landes
anzieht, auch die Emigranten. Eine Konstante der Geschichte
der Insel stellt die Emigration nach den Vereinigten Staaten
von Amerika dar; dort lebt eine Cabo Verde-Gemeinschaft, die
sich hauptsächlich im Staat Massachusetts angesiedelt hat
und deren Anzahl grösser ist als die Einwohnerzahl von Fogo.
Spät in der Nacht befreit man sich von der Tageshitze durch
Tänze, sei es in Privathäusern, sei es in den Clubs oder in
den beiden Diskotheken Chacara und Hexagonal.
Fogo ist eine Einladung zum Leben zum Entdecken immer neuer
und phantastischer Orte, die sich durch ausgedehnte
Plantagen und Strände mit schwarzem Sand kennzeichnen und
der imponierende Vulkan scheint seinen Segen dazuzugeben.
Vulcão
Diese touristische Attraktion rechtfertigt den Ausspruch:
"Nie hat sich das Schöne und das Grosse in besserer Form
verschmolzen". Der Aufstieg zum Krater ist fast eine
Touristenpflicht. Man geht vom Chã das Caldeiras aus und
steigt in einigen Stunden auf. Die Höhe von 2'829 Metern
kann natürlich Schwindelgefühle hervorrufen, die aber
sogleich vergessen werden, denn man wird von der Schönheit
der Aussicht förmlich geblendet, wenn man den langsamen
Sonnenuntergang über der nahegelegenen Insel Brava
beobachtet. Die überwältigenden Empfindungen dieses
Abenteuers kann man nur durch Selbsterlebnis kennenlernen.
Monte Velha
Auch hier von Chã das Caldeiras ausgehend, von einer Kurve
zur anderen, steht man plötzlich, ohne Vorwarnung, vor dem
schönsten grünen Panorama von Cabo Verde: der Wald des Monte
Velha. Ein grosser Wald, mit mächtigen Bäumen, zum Beispiel
Pinien und Eukalyptus.
Salinas de São Jorge
Zur Zeit wird kein Salz gefördert, deshalb kann man den
schwarzen Strand mit seinen Grotten und Klippen bewundern.
Da die Salina aber eine Touristenattraktion ist, baut man
dort gerade Hotels mit Restaurants und Dancing.
Altstadt von São Filipe
Das historische Zentrum von São Filipe ist vorwiegend durch
seine Sobrado gekennzeichnet, Zeugen ehemaliger
politischer Macht der Grossgrundbesitzer. Das historische
Zentrum dieser Inselhauptstadt hat gewisse architektonische
Züge, die eine Reise in die Vergangenheit erlauben. Viele
grosse und kleine Plätze, grosszügig und mit guten
Aussichtspunkten, perfekt organisiert und gut gehalten. Dort
gibt es auch einen alten Friedhof, ein Zeugnis einer
Gesellschaft, welche Sklaven hielt. Bekannt als Friedhof der
Weissen - dort wurden nur wohlhabende Besitzer und Europäer
begraben. Die Hauptkirche, Zeichen des dort verwurzelten
Katholizismus, unterstreicht mit ihrer Bauart den Charakter
dieses Ortes.
Die traditionellen Feste
Die letzte Aprilwoche und der 1. Mai sind wichtige Termine
für den Besucher dieser Insel. Zu diesem Zeitpunkt gibt es
die grösste kulturelle Veranstaltung des Landes, das Fest
von Nhô São Filipe oder auch Festa das Bandeiras genannt.
Der Ritus wird seit Jahrzehnten abgehalten, immer neue
Traditionen kommen hinzu und somit vermischt sich auf schöne
Weise das Alte mit dem Neuen, bis es zu einer Harmonie wird.
Die Insel fängt Feuer und die Körper verwandeln sich in
Seelen, umhüllt von ansteckender Freude und menschlicher
Phantasie. Die lebhaften Pferderennen sind sehr berühmt und
haben einen festen Platz in diesem Fest, sie sind ein Symbol
der damaligen Aristokratie.
Die Gastfreundschaft der Einwohner erschwingt jedes Jahr
neu ungeheure Höhen, das kommt auch durch die Überzahl der
typischen Gerichte zum Ausdruck, zum Beispiel Xerén de
Festa, eine Süss-Festspeise, der Kaffee und der Wein
Manecom.
Hotels, Residenzen usw.
• Hotel Xaguate, São Filipe, Tel. 811 203
• Residencial Las Vegas, São Filipe, Tel. 812 281