Es ist eine phantastische
Insel, mit ihren imponierenden Bergen, den tiefen Tälern, den kargen
und manchmal grünen Gegenden, weiten Hochebenen und steinigen Wegen.
Es ist unmöglich, nicht von dieser Schönheit fasziniert zu sein.
Die Grösse der Berge führt den Touristen in die Nähe des Himmels; man
kann diese Berge nur mit den juvitas, kleinen mit Stoff
bedeckten Holzkarren, erreichen, denn die Wege sind steil und schwer
zugänglich. Zwischen den Bergen öffnen sich steile Zugänge, die
Hunderte von Metern in die Höhe schiessen, Stein auf Stein, und dann
kommen üppige Täler zum Vorschein, in denen auch mal ein Wasserfall zu
sehen ist, wenn der Regen Lust hatte, die trockene Erde lange und
anhaltend zu küssen. Während der Überfahrt, wenn der Besucher mit dem
Boot vom nahegelegenen São Vicente kommt, fällt die Dürre der Gegend
besonders auf. Dann, nach und nach, kommt der eigentliche Weg, der
nach Ribeira Grande führt. Eine Strecke, die ungefähr zwei Stunden in
Anspruch nimmt, die man aber in Ruhe und offenen Augen zurücklegen
sollte. Die Landschaft ist einzigartig. Je höher man steigt, desto
öfter sieht man, dass die Dürre einigen Sträuchern Platz machen muss
und auch die drückende tropische Hitze schwindet. Auf den Bergen
ähnelt das Klima dem Europäischen - hier findet man Eukalyptus, Pinien
und Zitronenbäume und es herrscht eine durchdringende Kühle. Der
Horizont ist unendlich weit und man entdeckt die wirklichen Ausmasse
dieser unebenen Landschaft. Man begreift, wie gerade diese Erde die
Bevölkerung geformt hat und ihr unsagbare Kraft und ewige Hoffnung
abverlangt hat. Auf der anderen Seite der Insel und der Bergkette,
welche die Landschaft in zwei Teile teilt, mehren sich die kleineren
Berge und Täler und die Farbe Grün kommt immer deutlicher hervor. An
jeder Kurve und bei dem Abstieg der Strasse sieht die Situation
verändert aus und man empfindet eine Neugier, sich in
Landschaftsinnere zu bewegen, um nachzuschauen, wie es dort aussieht.
Für viele ist Santo Antão wie eine Achterbahn, aber zum Glück werden
hier keine Loopings vollzogen. Der Bergtourismus mit seinen
verschiedenartigen Gesichtern wird hier zur Visitenkarte des Landes.
Liebhaber der Mountain-Bikes haben hier die richtigen Strecken vor
sich liegen, denn kaum eine andere Landschaft kann ihnen in dieser
Hinsicht so viel bieten.
Der Grogue, der Cabo-Verdianische Branntwein, der aus
Zuckerrohr hergestellt wird, ist hier entstanden. In Santo Antão
gewesen zu sein, ohne ihn getrunken zu haben, ist so als ginge man
nach Rom, ohne den Papst gesehen zu haben. Die Mazurca und die
Contra-dança sind die eigentlichen Rhythmen dieser Inseln, aber
auch die Morna und die Coladeira haben hier ihre
Anhänger und gehören somit zum Repertoire. Die traditionellen Feste,
die sehr farbenfroh sind, finden grossen Anklang und haben ihre
Wichtigkeit; sie tragen dazu bei, die Liebenswürdigkeit der Bewohner
von Santo Antão kennenzulernen.
Vale do Paúl
Es ist ohne Zweifel der schönste Fleck dieser Insel. Ein Tal, das sich
in dieser trockenen Landschaft hervorhebt und in starkem Kontrast zum
anderen Tal Porto Novo steht. Es wirkt auch sehr anziehend
wegen seiner Plantagen und des schönen Passagem mit Schwimmbad.
Paúl ist ein Loblied der Natur, obwohl es seit Jahren gegen die
Trockenheit ankämpfen muss.
Ponta do Sol
Ein Dorf mit einer sehr typischen Struktur, so wie man ein Dorf im
Inneren von Portugal finden könnte; ein Zeuge aus der kolonialen
Vergangenheit. die Häuser sind mit b unten Farben angestrichen, die
kleinen Strassen sind sauber gehalten und mit Pflanzen versehen. In
der Nähe des Meeres, auf einem steilen Berg gebaut, liegt der
Flugplatz. Er macht den Eindruck eines Flugzeugträgers, der über das
ganze Meer herrschen will.
Ribeira Grande
In seiner Umgebung gibt es viele Gutshöfe, wo man alles nur mögliche
finden kann. Ein spezieller Platz ist immer für den Trapiche
reserviert, eine "Maschine", die mit der Hand bedient wird, um den
Grogue zu mischen.
Mesa
War einst die Gegend der grossen Tierzuchtfarmen. Heute dient sie als
grosser Brunnen, der fast die ganze Insel mit Wasser versorgt.
Praia Escorralete
Die jungen Leute von Porto Novo haben es den Nachbarn nachgemacht und
organisieren hier am schönen Strand, einmal im Jahr, ihr
Musikfestival. So wie es ihre Nachbarn in Baía das Gatas in São
Vicente machen.
Hotels, Residenzen usw.
• Residencial Aliança, Ribeira Grande, Tel. 211 246
• Residencial Ribeira Grande, Ribeira Grande, Tel 211 258
• Residencial 5 de Julho, Ribeira Grande, Tel. 211 345
• Residencial Paroquial, Ribeira Grande, Tel. 211 107
• Residencial Vale do Paúl, Paúl, Tel. 211 319
• Pensão Bitty Nelly, Porto Novo, Tel. 211 195