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Caboverde - Sao Nicolau |
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Braune Berge sind das
Kennzeichnen von São Nicolau. Vom Monte Matias bis hin zum
Monte Gordo erreicht der höchste Gipfel 1303 Meter. Die Landschaft
selbst ist fast wild und unberührt und wirkt anziehend wegen seiner
zahlreichen Berghöhen, hinter denen sich wiederum zahlreiche, mehr
oder weniger grüne Täler verstecken. Hier ist die Bevölkerungsdichte
am grössten. Die Zone, in der Nähe von Tarrafal gelegen, beeindruckt
wegen des Kontrastes, der durch die Berge und die Schwarzsandstrände
entsteht. In den Tälern wie Ribeira Brava, Agua das Patas
und die Ebene Fajã befindet sich eine ausgedehnte, fruchtbare
Landschaft.
Auf dieser Insel fand im letzten Jahrhundert das erste Seminar für
Oberschüler der ganzen Westküste Afrikas statt. Hier sind alle
wichtigen Generationen der Intellektuellen von Cabo Verde
vorbeigekommen. São Nicolau wird auch die Wiege des Katholizismus
genannt, dessen Wurzeln wir in jedem Einwohnerfest wiedererkennen
können. Die Sympathie der Bevölkerung, die offen und gastfreundlich
ist, stellt einen guten Ausgleich dar für manche Leere, die Mutter
Natur hier auf der Insel gelassen hat. Die Einwohner sehen sich alle
eine einzige grosse Familie, in der sich jeder kennt. Die Insel hat
drei typische Produkte, einzigartig auch für das restliche Land: der
medizinisch wirksame, schwarze Sand in Tarrafal, der gegen viele
Krankheiten hilft, das Hochseefischen mit in aller Welt begehrten
Fängen wie zum Beispiel der Blue Marlin und der Schwertfisch.
Drittens sind die alten Schriften der Rotcha Scribida zu
nennen.
Die Feste sind hier fast immer religiösen Ursprungs, haben aber auch
heidnische Verwurzelungen, die sich in den Tänzen verkörpern.
Vila da Ribeira Brava, allgemein bekannt als Stancha und
Tarrafal, sind die beiden grossen städtischen Zentren: das erste
Zentrum ist auch der Verwaltungssitz, das zweite hingegen ist bekannt
für alle Fischfangarten und für seine Thunfisch-Konservenindustrie.
Stancha oder Villa da Ribeira Brava
Ein Spaziergang im Inneren lässt den Besucher einen Blick zurück in
die Vergangenheit werden, denn hier kann er die typischen Villen der
lateinischen Europäer bewundern. Kleine Gassen, enge Strassen Plätze
kennzeichnen diese Gegend. Man muss den Bau der Hauptkirche erwähnen,
besser unter dem Namen Alte Kirche Sé bekannt. Ein
imponierendes architektonisches Meisterwerk. Auch der Besuch des
Seminargymnasiums ist Pflicht, das im letzten Jahrhundert als das
erste seiner Art in den Tropen galt.
Die Strände von Tarrafal
sind nicht nur wegen seines ruhigen und klaren Wassers in der ganzen
Welt berühmt, sonder auch wegen der Qualität des schwarzen Sandes,
reichhaltig an Titan und Jod. Die Letzeren setzt man zur Bekämpfung
von Knochen- und anderen Krankheiten ein. Die Wärme, die Meeresalgen,
die Weisheit der einheimischen Frauen, die sich seit ewig mit dem
Heilen dieser Krankheiten befassen, die unentgeltlich den Besuchern
raten, stellen ein gutes Kennzeichen dieses Ortes dar. Viele sind der
Meinung, dass diese natürliche Umgebung das einzige Mittel sei, um mit
dem Stress, dem man heutzutage in den Städten ausgesetzt ist, fertig
zu werden. Das ist also ein Grund mehr, um hier für ein paar Tage
ausspannen zu wollen.
"Rotcha Scribida"
Dieses Wort bedeutet "geschriebener Fels" und er befindet sich in
Ribeira da Prata, eine Gegend, die weiter entfernt liegt. Auf dem
Felsen ist eine Nachricht eingemeisselt, die aus Strichen besteht und
für die heutigen Menschen unverständlich ist. Man denkt, dass lange
vor der Entdeckung durch die Portugiesen schon andere Völker hier
gelebt haben. Ein Rätsel, dass sich immer mehr verwischt, denn heute
kann man die Zeichen nur noch schwach erkennen - die Zeit tut den Rest
dazu.
Karneval
Im Februar trifft sich die ganze Insel im Zentrum von Vila da
Ribeira Brava, um hier den Karneval zu feiern. Gleich nach Mindelo,
wird er als zweitbester Karneval des Landes gesehen. Die Besonderheit
ist, dass die Einheimischen sich in drei Traditionsgruppen aufgeteilt
haben, die untereinander einen Wettbewerb veranstalten. Eigenartig
sind auch die langen Aufmärsche, die drei Tage dauern. Die
Darstellungen, die hier immer geboten werden, sind wirklich
erstaunlich.
Fischfang
Das Meer von San Nicolau ist unwahrscheinlich reichhaltig an Fischen,
so dass es Leute aus aller Welt anlockt. In der Gegend von Tarrafal
wird Hochseefischfang betrieben, eine grosse Attraktion für
diejenigen, die den so begehrten Blue Marlin, Schwertfische oder
andere Fischsorten fangen wollen, die hier reichlich vorhanden sind.
Die touristischen Infrastrukturen beschränken sich auf einige
Residence-Wohnanlagen und Pensionen mit Familienführung, die Zimmer
vermieten und Gerichte auf den Tisch bringen mit viel Fisch und
Meeresfrüchten, die hier ja nun wirklich nicht fehlen. Man kann auch
Autos leihen. Das meistbenutzte Transportmittel für den Landweg sind
aber die Juvita, offene Holzkarren, die mit Stoff überzogen
sind.
São Nicolau ist als Insel mit zahlreichen einheimischen Festen
bekannt, bei denen viel getanzt wird; das geschieht auch in
Privathäusern und Clubs.
Hotel und Residenzen
• Jumbo Residencial, Ribeira Brava, Tel. 351 315
• Pensão da Cruz, Ribeira Brava, Tel. 351 282
• Pensão Residencial Jardim, Ribeira Brava, Tel. 351 117 |
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